Schnörkel       



Als Kind von Eltern, deren Leben noch von den Schrecken des Krieges geplagt und vielerlei Mangelgefühlen im emotionalen und materiellen Überlebensstatus geprägt war, stellte sich mir kontinuierlich immer wieder die eine Frage: Warum leiden Menschen, wenn sie doch alle nur glücklich sein wollen? Warum bin ich hier, wie wäre ich identifiziert, wenn ich in China oder Afrika geboren wäre? Wer bin ich jenseits dieser körperlichen Hülle? Was ist meine Essenz?

In der Erforschung dieser Thematik suchte ich nach Antworten und kam mit Schicksals- und Karmatheorien vieler Religionen und Philosophien in Berührung. In der Schule war ich das Paradebeispiel: Religion 1, Mathe 5.

Mit 17 zog ich in eine eigene Wohnung, mit 21 wanderte ich nach Amerika aus. Mit 22 war ich das erste Mal in Indien. Dorthin sollte mein Schicksal mich in den kommenden 25 Jahren immer wieder führen. Mit meinen Fragen im Herzen entschloss ich mich, mein jetziges Leben der Selbst- und Gotteserkenntnis zu weihen. Ich legte mein Leben in Gottes Hände und sagte:
ich bin Dein, ich weihe mein Leben dir, bitte führe mich.

Ein Jahrzehnt vertiefte ich mich in einfaches Ashramleben mit seinen strengen Regeln der Entsagung und vielen Reinheitsgeboten, in das Studium der Bhagavad Gita, des Klassikers der schon Herman Hesse oder Schopenhauer und Nietsche berührte. Morgens stand ich gegen 3:30 Uhr auf, duschte, band den Sari und begab mich in den Tempel zur ersten Meditation.

Ich studierte indische Mantragesänge unter versunken Meditierenden in der hingebungsvollen Bhakti-Yoga-Tradition, die heute besonders in Vrindavana noch lebendig gelebt und gelehrt wird.
Mir wurde die Einweihung in die Mantra Meditation und den Gayatri Mantra geschenkt.

Diese heiligen Gesänge begleiten seither mein Leben und mich als Seele im innersten meines Herzens.



Radhe                          


Sabine Meier   ·   Brombeerweg 7   ·   53127 Bonn   ·   Tel. 0173 8083128   ·   Mail: suniti@gmx.net