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| Gedanken zur Kraft heilender Klänge |
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| Diesen Text verfaßte Sir Yehudi Menuhin als Schirmherr von Il canto del mondo | ||
| Das Singen ist
die eigentliche Muttersprache aller Menschen: denn sie ist die
natürlichste und einfachste Weise, in der wir ungeteilt da sind
und uns ganz mitteilen können – mit all unseren Erfahrungen,
Empfindungen und Hoffnungen. Das Singen ist zuerst der innere Tanz des
Atems, der Seele, aber es kann auch unsere Körper aus jeglicher
Erstarrung ins Tanzen befreien und uns den Rhythmus des Lebens lehren.
Das Singen entfaltet sich in dem Maße, wie es aus dem Lauschen,
dem achtsamen Hören erwächst. Singend können wir uns
darin verfeinern, unsere Mitmenschen und unsere Mitwelt zu
erhören. Immer geht uns der Gesang eines Menschen unmittelbar an,
wächst ein Verstehen, Teilhaben und Begreifen über alle
Begriffe hinaus. Das ist meines Erachtens nur möglich, weil im
Singen sich das menschliche Doppelwesen offenbart: Singen gehört
fraglos zur Natur des Menschen, so daß es gleichsam keine
menschliche Kultur gibt, in der nicht gesungen würde. In einer
Zeit, in der die natürlichen und geistig-seelischen Vermögen
der Menschen immer mehr zu verkümmern scheinen, so daß
möglicherweise unsere Zukunft überhaupt bedroht ist, brauchen
wir notwendig alle nur möglichen Quellen der Besinnung, die uns
offen stehen. Singen birgt nun unvergleichlich das noch schlummernde
Potential in sich, wirklich eine Universalsprache aller Menschen werden
zu können: gegründet unter der Schirmherrschaft von Sir
Yehudi Menuhin (1916-1999) Präsident: Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann
Rauhe Il canto del mondo - Internationales Netzwerk zur Förderung
der Alltagskultur des Singens e.V. Im Singen offenbart sich der gesamte
Sinn- und Sinnenreichtum der Menschen und Völker. Dieser einmalige
Sprachschatz darf uns nicht verloren gehen, was aber tatsächlich
zur Zeit geschieht. Deshalb gilt es, das Singen nicht nur zu bewahren,
sondern weltweit zu fördern. Denn Singen macht, wie nichts
anderes, die direkte Verständigung der Herzen über alle
kulturellen Grenzen hinweg möglich. Hunderte triftige Gründe
könnte ich nennen, die dafür sprechen, daß die
Entfaltung einer neuen Weltkultur des Singens, so wie sie mir als
Zukunftsvision vorschwebt, den Menschen von innen heraus, in seiner
Alltäglichkeit befähigen kann, die Friedfertigkeit der
Menschen und Kulturen untereinander zu befördern durch die
Stärkung der persönlichen Zufriedenheit und Lebendigkeit und
durch ein vermehrtes Zutrauen zu seinem individuellen Leben mit seinen
Aufgaben und Freuden, Anstrengungen und Nöten. Wenn wir Menschen
uns selbst als Klangkörper, als Musikinstrument in der Sinfonie
der Schöpfung begreifen und uns singend immer wieder auf’s
Neue befrieden lernen, dann können wohlmöglich – mit
unserer eigenen Gesundung durch die Musik einhergehend – auch die
durch uns verursachten Verwundungen der Erde heilen. Wir Menschen sind
im Singen schöpfende und schöpferische Klangwesen: Wir
vermögen durch Gesang unsere Welt und unser Handeln zu beseelen,
singend Liebe, Freude, Hoffnung und Zuversicht zu schenken, uns aber
auch den Schmerz von der Seele zu singen und unser Herz durch Verzeihen
zu beschwingen: wir vermögen zum Lobpreis der Schöpfung
einigender Gesang zu sein. Das alte Wissen der Völker gibt uns
Heutigen ebenso wie die neuesten Erkenntnisse derjenigen
Wissenschaftler, die das Weltwissen der Jahrtausende kreativ und
kulturstiftend bündeln wollen, Ermutigung und Möglichkeit
genug, eine Weltkultur des Singens zu begründen. Singen als ein
Klingen aus der Stille, aus der Fülle der bewußten
Innerlichkeit, ist ein lauschendes, den anderen hörendes Singen.
Es wirkt in der Welt in der Weise des tätigen Hörens, des
empfänglichen Einstimmens und als ein Anspruch zu höchster
Lebendigkeit, zu tanzender, sich freischwingender Begegnung mit allem
Lebendigen. So kann Singen zugleich Bewegung ins Eigenste sein, gar
eine sanfte Revolution der Befriedung auslösen, und vielleicht uns
Menschen zunehmend aus lebensfeindlichen persönlichen und
gesellschaftlichen Strukturen herauslösen helfen. All unsere
Erfahrung und all unser Wissen sprechen dafür, daß es so
sein kann. Auf diesem Wege können wir Menschen die Kraft
entwickeln, individuell von innen nach außen und gesellschaftlich
von unten nach oben neue Strukturen zu bauen und zu erhalten, die den
lebendigen Frieden wachsen lassen und schützen. So weiß ich
nichts, was dagegen spräche. Warum sollten wir es also nicht mit
aller Zuversicht versuchen, mit den Künstlern dieser Welt und
allen, die sich dazu berufen fühlen, gemeinsam eine solche
Weltkultur des Singens, gespeist aus allen Quellen der Völker,
derart zu entfalten. Wir können dabei nichts verlieren, nur
gewinnen. Jedes Beginnen, selbst ein noch so kleiner Schritt auf diesem
Wege wäre schon erbauend. Im Singen würdigen wir uns und die
Welt, die Natur und die Menschen, die mit uns sind. Georg Philipp
Telemann hat dies erkannt, wenn er sagt: „Singen ist das
Fundament zur Musik in allen Dingen.“ Wenn einer aus seiner Seele
singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn alle aus ihrer Seele
singen und eins sind in der Musik, heilen sie zugleich auch die
äußere Welt. Es würde mich beglücken, wenn ich
einen solchen ,Gesang der Welt‘, so, wie ich ihn in meinem
Inneren schon höre, noch erleben könnte: ,Il canto del
mondo‘. Düsseldorf den 12. Februar 1999 |
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| Gedanken zur Energiearbeit | ||
| Die Geschichte der
Lebensenergieforschung im 20. Jahrhundert entfaltete sich in den
späten 20er und 30er Jahren mit Wilhelm Reich und Harold Saxon
Burr auf beiden Seiten des Atlantischen Ozeans. Gemeinsam ist diesen
Forschern das Konzept eines alle lebenden Dinge umhüllenden
Energiefeldes, zu dem sie über verschiedene Disziplinen und
diversen Entdeckungsreisen gelangten, die im Detail über ihr
Gesamtwerk verstreut zu finden sind. Ausgehend von seinen vielen Jahren experimenteller Forschung nannte Burr seine Entdeckung "elektrodynamische Felder" (L-Felder) und behauptete, sie seien ein grundlegendes Attribut allen lebenden Protoplasmas. Er insistierte nicht nur auf ihrer präzisen Quantifizierbarkeit: eines der Charakteristika des Universums sind Felder, die mit Instrumenten gemessen werden können. Reich lehnte seine Arbeit an Freuds Theorien an: die freudsche psychische Energie ist eine reale Manifestation der alles durchdringenden, ursprünglichen Lebensenergie. Alles im Leben wird durch die rhythmisch wechselnden Gezeiten (Ebbe und Flut) dieser Energie erhalten und reguliert. Diese Pulsation ist ein Ausdruck eines Energiefeldes innerhalb des Organismus, das sich über die organische Oberfläche hinaus in die umgebende Atmosphäre ausdehnt. Für Reich und Burr war das Energiefeld mehr als ein Produkt messbarer Spannungsgradienten oder pulsatorischer Phänomene. Jeder sah es auf seine Weise als eine aktive und dynamische architektonische Kraft im Universum. Für jede Veränderung des Bewusstseins gibt es eine korrespondierende Änderung in der Richtung, Konfiguration und Intensität der Aufzeichnung des Energiefeldes, mit anderen Worten: Das menschliche Energiefeld wird von jeder Veränderung im Bewusstsein - ob induziert oder spontan - beeinflusst und verändert. Die empirische Demonstration des Elektromagnetischen Feldes: Burr fand viele praktische Anwendungen für seine Spannungsgradientenmessungen. Unter seiner Leitung wurden erfolgreiche Untersuchungen zur Früherkennung weiblichen Genitalkrebses durchgeführt. Solche Ergebnisse unterstrichen die Glaubwürdigkeit seiner These über die L-Felder, wodurch sie unter anderem in den Bereichen der Wundheilung, der Agrarwissenschaft und der Genetik angewandt wurden. Trotz der exzellenten Arbeit in der klassischen Wissenschaft durch Reich, Burr und anderer werden Energiefeldphänomene immer noch von der wissenschaftlichen Gemeinschaft größtenteils vernachlässigt. Nichtsdestotrotz wäre es angesichts so vieler präziser und wiederholbarer Beweise selbst für den größten Skeptiker sehr schwierig, kategorisch ihre Existenz zu leugnen. Vor allem beleuchtet diese Art der Forschung die starke Interdependenz dieser Felder und der Bewusstseinszustände in Bezug auf Krankheit oder Gesundheit, Psyche und Soma. Dementsprechend hat jeder auf das Energiefeld zielende Eingriff therapeutischer oder anderer Art profunde Folgen für das Wohlbefinden des Organismus als Ganzem. Literaturquelle: Nach Reich, Neue Forschungen zur Orgonomie, James De Meo und Bernd Senf Zweitausendeinsverlag |
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